Die ersten Wochen hier haben wir mit der Suche nach einem Ort zum Wohnen mit schnellem Internet und nach einem Kajak Verleih und Informationen zu unserer geplanten Kajaktour durch die Rock Islands verbracht. Und wir haben das erste mal seit Irland wieder Gebrauch von unserem Zelt gemacht, auf der schönen Insel Peleliu.
Auf unseren gemieteten Fahrrädern haben wir die Gegend erkundet, was in Palau und speziell auf Peleliu einfach genial ist, weil es wenige Berge gibt und man den kompletten befahrbaren Staat in einem Tag beradeln kann.
Da wir anfangs nicht wussten, was unsere Pläne sind, haben wir erst mal das Malakal Beachside Hotel zu unserer Basis gemacht. Der japanische Manager mag Deutsche und speziell uns sehr gerne, und hat uns ein Zimmer im Hotel für ein Drittel des regulären Preises angeboten. Für hier recht günstig, und so sind wir immer wieder hier, in unserem Zimmer 406 mit Meerblick durch die große Glasfront. Ich genieße gerade den privaten Strand des Hotels, einer der einzigen zwei Strände hier auf Koror. (Der mit Stefan und dem Steinfisch).
Die erste Woche waren wir also auf Koror, sind dann mit dem Lastenboot und unseren Rädern nach Peleliu gefahren, eine der südlicheren Inseln, Schauplatz vieler Kriegsrelikte aus dem zweiten Weltkrieg. Palau war da noch japanisch, hier sind Amis und Japaner aufeinander gestoßen. In Peleliu haben wir gecampt und die Insel mit unseren Rädern erkundet. Der Wald ist im Krieg wohl komplett platt gemacht worden, der grünen Pracht zufolge konnten wir das kaum glauben. Wir haben dort erste Bekanntschaft mit Einsiedler Krebsen gemacht, die es auf den Inseln zu hauf gibt.
Und wir habe Ron kennen gelernt, der zusammen mit seiner Frau Laetizia die besten Kajak Torus von Palau organisiert. Ron ist Biologe, passionierter Kajak Paddler, und eine Enzyklopädie voller Wissen über Palauanische Kultur, Natur und zweiten Weltkrieg. Er liebt es, sein Wissen weiterzugeben, macht dies auch sehr gut und so hat er uns, und dem befreundeten Pärchen, das mit ihm da war, gleich eine Powerpoint Präsentation über die Unterwassernatur Palaus gegeben. Absolut beeindruckend, nicht nur die Riffe hier sondern auch die Salzwasserseen, in denen geschützt vor Brandung und Großfisch atemberaubende Korallen und Kleinfische tümmeln. Somit war für uns klar, dass wir bei ihm die Kajaks mieten würden.
Aus Peleliu sind wir trotz den guten Zeltmöglichkeiten nach vier Tagen geflüchtet, denn wir wurden entweder von Sandflöhen oder Sandmücken im Zelt arg verstochen, und es war noch dazu nachts brühwarm – Zelten im Sand mit massenhaft juckenden Sandviehstichen und schwüler Wärme, zu viel für uns. So sind wir aus dem kleinen Paradies zurück nach Koror gefahren, in “unser” Hotel. Wir haben Ron kontaktiert und sind drei Tage darauf mit den Kajaks losgetuckert…