Unsere ersten Erlebnisse in Palau: teuere Preise, niedriger Lebendsstandart (die Menschen wohnen in kleinen Hütten, oder ebenerdig in zement- Häuschen, vielleicht so wie in Cuba, Brasilien, oder…) wundervolle Natur, sehr sehr hilfreiche, freundliche Menschen, und einige wilde Tiere, mit denen Stefan gleich Kontakt aufnehmen wollte.
Am 19.01. sind wir von unserem Hotel in Koror Downtown nach Malakal, der Nachbarinsel, ins Malakal Beachside Hotel, umgezogen. Stefan ist mit unserem Gepäck und seinem gemieteten Fahrrad im Taxi in das neue Hotel gefahren und hat gearbeitet, ich bin auf Tour gegangen um nach einer billigerern Unterkunft, oder Alternativen dazu zu suchen. Nach dem Arbeiten wollte Stefan ein wenig Schwimmen gehen… Beim ersten Versuch ins Wasser zu gehen hat etwas nach seinem Fuß geschnappt und mit etwas Mut ist er nochmal ins Wasser gegangen, wo doch gerade eben noch einige Kinder gespielt haben. Doch dann hat er von etwas sehr schmerzende Stichen in seinen linken große Zeh bekommen, wahrscheinlich von einem Steinfisch. Er sagt, er hat darauf sehr heftige Schmerzen bekommen, und als diese dann bis zum Oberschenkel zogen ist er schnell ins Krankenhaus gefahren.
Dort wurde er informiert, dass Sonntag Notaufnahme sehr teuer wäre, und nach einiger Untersuchung, dass er wohl wahrscheinlich von einem Stone-, oder Rockfish gestochen wurde (keine schwarz-weiße Seeschlange) . Er hat eine Spritze schmerz-, und eine Spritze Steroide (also Cortison, wenn ich das richtig verstehe) bekommen. Mit der Zeit wurde der Schmerz weniger, und jetzt schläft er – vielleicht ist ja einer der Haupteffekte von starken Schmerzmitteln, dass es gleichzeitig Mega-Schlafmittel sind, und die Menschen die Schmerzen dann nicht so sehr spüren.
Ich habe irgendwann viel an Stefan gedacht, und bin recht bald nach Stefans Unfall ins Hotel gefahren… und dann vom japanischen Manger des Hotels direkt zum Krankenhaus. Supernett. Großer Schreck, denn wer weiss, was es war. Und die Ärzte dort waren nicht sonderlich beunruhigt… sollte man von der Schlange gebissen werden, kommt hier sowieso alle Hilfe zu spät, sie haben kein Antidot – zu teuer. Und da die Menschen sich der Schlange fern halten, passiert auch nie etwas – angeblich.
Wir haben auf der Rückfahrt vom Taxifahrer erfahren, dass die Strände die von Menschen gemacht sind vorher sehr steinig waren, und sie Steinfische immer noch in ihren alten Revieren sind… man sollte daher besser nur mit Schuhen baden gehen. Jaja, es ist schon ein Abenteuer, wenn man keinen Reiseführer hat, und sich nicht auf dem Pfaden der zu 80 % Japanische Touristen bewegt. Hier auf Koror und Malakal gibt es so gut wie keine natürlichen Strände, nur auf den Nachbarinseln, und wir werden nur noch mit Schuhen ins Wasser gehen.
Unsere Suche nach einer günstigen Unterkunft wird wohl bald Früchte tragen, der Manager vom Hotels fragt seinen Boss, ob wir hier nebenan in einem Haus ein Zimmer haben können, das auch Ihnen gehört. Ich habe heute Menschen kennengelernt, die ihre Cousine mit zwei freien Zimmern im Haus fragen – wäre dann so etwas wie eine WG, und das Bureau für Tourism hier ist wohl auch sehr hilfreich, und die haben morgen wieder auf.
Mietpreise: Einen Monat im Motel oder Homestay, 700 bis 800 USD, was mit Blick auf was geboten wird, sehr teuer ist. Ein Zimmer in so etwas wie einer WG, beginnend bei 100, Miete für ein Zimmer 25 qm mit Toilette und Dusche, ca 400 USD. Mal sehen, was wir finden. Eine Bootsfahrt mit 2 Tauchgängen hier kostet ca 130 Dollar incl. Equipment… Schluck.
So langsam haben wir auch einen Plan darüber was wir hier machen werden: Stefan arbeitet, wenn er dann Zeit hat werden wir Tauchen gehen, eine Kajaktour machen, und Campen. Vielleicht gehen wir bald schon nach Peleliu, eine Nachbarinsel, uns Stefan kann von dort arbeiten und ich mich irgendwie anders nützlich erweisen.